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Blumenberg Mussen

Im Sommer ein absolutes Muss(en) auf der Wanderliste! Der Mussenstock ist Kärntens Blumenberg Nummer ein – und damit ein kunterbuntes, duftendes Urlaubs-Highlight!

Zu einem der interessantesten Areale der alpinen Pflanzenwelt gehört der Mussenstock, der östlichste Eckpfeiler der Lienzer Dolomiten. Er gilt als der "Blumenberg Kärntens". Seine Besonderheit: Mehr als 500 Pflanzenarten, davon über 280 sogenannte höhere Pflanzen, mit der "botanischen Königin", der Paradieslilie, haben der Mussen den Ruf als "Blumenberg" der besonderen Art verschafft. Wenn der Bergwanderer durch den Wald und das Almwiesengelände geht, kann er eine bemerkenswerte Artenvielfalt kennenlernen. Orchideenwiesen und Lilienwiesen säumen unter anderem den Weg. Besonders die Lilienwiese mit der weißen Trichterlilie ist eine Rarität. Der botanisch Interessierte wird seine Freude haben, aber auch Familien mit Kindern erleben schöne Tage inmitten der bunten Matten.

Die seltene Flora ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen. Einmal liegt der Mussenstock genau gegenüber dem Einschnitt des Plöckenpasses. Das bedeutet, dass südliche Flora und Fauna ungehindert nach Norden eindringen konnten. Speziell günstige Bodenverhältnisse und intensive Sonnenbestrahlung haben unter anderem auch bewirkt, dass sich in diesem Gebiet eine besondere Artenvielfalt entwickeln konnte.

Aber auch der Mensch war mit verantwortlich, dass der Mussenstock zum Blumenberg Nummer eins in Kärnten geworden ist: Ursprünglich war der Mussenstock ein Berg, der bis zum Gipfel bewaldet war. Bereits vor vielen hundert Jahren wurde der Gebirgsstock gerodet und es wurde später auf den Almen gemäht. Die traditionelle bäuerliche Bewirtschaftung war maßgeblich für den Erhalt des Artenreichtums und der Artenvielfalt der hier anzutreffenden Alpenflora verantwortlich. Durch die Rodung der Wälder wurde auch der Wasserhaushalt im Boden herabgesetzt. Bodentrockenheit und Wärme bewirkten, dass sich ganz spezielle Pflanzengesellschaften entwickeln konnten. Die Natur am Mussen ist geschützt.

Die Früchte der Zusammenarbeit zwischen Naturschützern, Naturwissenschaftern und Landbewirtschaftern können sich wahrlich sehen lassen. So haben die dreijährigen wissenschaftlichen Untersuchungen von über 30 Spezialisten aus ganz Österreich eine lange Reihe von Superlativen hervorgebracht, wie beispielsweise den Nachweis von deutlich über 1.000 Tierarten, darunter allein 670 verschiedene Schmetterlinge, eine neu entdeckte Schmetterlingsart und über 100 Spinnen, darunter eine der mitteleuropaweit seltensten Arten. Weiters Weberknechte, welche hier weltweit ihr höchst gelegenes Vorkommen haben, die schon erwähnte Paradieslilie, welche im Gebiet österreichweit das einzige Vorkommen aufweist und viele Beispiele mehr. (Auszug aus dem Buch "Paradieslilie und Höllenotter - Bergwiesenlandschaft Mussen")
 

Karnischer Höhenweg KHW 403

Der Karnische Höhenweg ist ein einzigartiges Erlebnis für Wanderer, Kletterer, Geologen und Naturliebhaber. In seiner Vielfalt gehört er zu den schönsten Weitwanderwegen Europas. Der Weg zwischen Sillian und Thörl-Maglern führt entlang am Kamm der Karnischen Alpen an der Staatsgrenze zwischen Österreich und Italien.

Er ist durchgehend als Weg Nummer 403 markiert. Vor allem der Abschnitt Sillian bis Kötschach-Mauthen ist alpinistisch herausragend. Für Ihre Routenplanung: am besten eignet sich die Zeit Ende Juni bis Anfang Oktober. Ohne Unterbrechung dauert die Wanderung der 150 Kilometer ca. 10 Tage. Sozusagen als "Basislager" bietet sich Kötschach-Mauthen an. Von hier aus lassen sich in Etappen die schönsten und abwechslungsreichsten Ein- oder Zweitagestouren dieses Weitwanderweges unternehmen.

Im ersten Weltkrieg war es eine heiß umkämpfte Grenzregion, heute ist der Karnische Höhenweg auch unter dem Begriff "Via della pace" (Friedensweg) bekannt und symbolisiert die große Verbundenheit der beiden Grenzregionen Friaul und Kärnten. Die im Laufe von Jahrzehnten zerstörten Wegteile wurden seit 1974 wiederhergestellt - zu einem einzigen verbindenden Weg, der heute dem Zusammenfinden von bergbegeisterten Menschen aus allen Herren Länder dient. Er wurde bewusst so angelegt, dass keine Hochleistung erforderlich ist, sondern auch von Wandergruppen und Familien in beiden Richtungen leicht zu bewältigen ist.

Der etwas längere Abschnitt östlich des Plöckenpasses bietet eine sanfte Berglandschaft mit weitflächigen Almwiesen und leichten Wanderbergen. Westlich des Plöckenpasses erstreckt sich der alpinistisch interessantere Teil enlang der höchsten Gipfel des Karnischen Kammes. Der alpine Weitwanderweg führt durch ein landschaftlich überaus schönes und abwechslungsreiches Gebiet.

Mauthner Alm

Auf der Mauthner Alm entstand in den letzten Jahren ein äußerst interessanter "Botanischen Lehrpfad", der sogenannten "ALPENBLUMEN-WANDERWEG", der den botanisch interessierten Wanderer vorbei an hunderten Bergblumen über die Mauthner Alm führt. Der ÖAV - allen voran OSR Dir. Sepp Lederer hat alle Schautafeln in einer Sonderausgabe der Sektionszeitung "Blickpunkt" zusammengeführt. Mit dieser Broschüre kann man Gehölze, Farne und Blumen (nach Farben getrennt) vergleichen und bestimmen.

Klare Bergluft, Ruhe und Idylle - zurück zur Natur!

Der Lamprechtbauer  - als Ausgangspunkt dieser Wanderung - liegt am Plöckenpass, bietet eine malerische Aussicht über das ganze Tal.

 

Enzianhütte

Die Hütte liegt auf 1501 m, am Fuße der Mauthner Alm (1782 m). Mit einem Ausblick auf die wunderschöne Bergwelt der Karnischen Alpen, bis hin zu den Karawanken. Vom Lamprechtbauer aus erreichen Sie die Hütte in 1 1/2 Stunden über einen 4 km langen Waldweg, oder bequem in 2 Stunden über den 6 km langen Forstweg. Sie erreichen die Hütte ebenfalls von der Unteren Valentinalm aus. (Gehzeit ca. 4 Stunden). Dort versorgt Sie dann die Wirtin mit Getränken und einer ausgezeichneten Hausmannskost. Die Wirtin freut sich schon auf Ihren Besuch!

Untere vALentiNalm

Die Alm liegt zwischen Cellon und Gamskofel und leicht über die Plöckenstraße zu erreichen und ein idealer Ausflugsort für Kletterer und Wanderer. 

Eine der wohl schönsten Wanderungen im gesamten Alpenbereich führt von der Unteren Valentinalm bis zum Wolayer See. Start- und Zielpunkt ist die Untere Valentinalm (1.205m). Nach rund einer Stunde Waldwanderung geht's vorbei an der Oberen Valentinalm hinein ins Hochtal. Während des gesamten Aufstiegs ragen zur linken Seite mächtige Felswände empor. Die höchste Erhebung ist die Hohe Warte (2.780m), der höchste Berg der Karnischen Alpen. Vom Valentinthörl aus erblickt man erstmals den Wolayer See, der direkt an der Grenze zu Italien, eingebettet zwischen Seewarte, Seekopf und Rauchkofel einer der schönsten Alpenseen ist.

Mauthner Klamm

ACHTUNG: Die Klamm ist aktuell GESPERRT!

Die Mauthner Klamm zählt mit ihren bis zu 200 Meter hohen, sich beinahe berührenden Felswänden, zahlreichen Hängebrücken, in den Fels geschlagene Tunnel und eindrucksvollen Steigen zu einer der schönsten Schluchten Österreichs. Um die Jahrhundertwende wurde die Mauthner Klamm zum ersten Mal erklommen. Der Verschönerungsverein Mauthern lies die Talsperre eines kleinen Stausees sprengen und so wurde erstmals ein Zugang zur Klamm ermöglicht.

Die Mauthner Klamm besteht aus zwei Teilstücken. Der erste vordere Teil ist ca. 1,5 km lang, und gleicht eher einem Spaziergang als einer Wanderung. Der abenteuerliche "Klabautersteig" liegt im hinteren Teil der Klamm. Die ca. 2,6 km lange Strecke ist als Klettersteig ausgebaut.

Der Klabautersteig ist für abenteuerliche Familen eine volle Sensation. Der Weg führt nicht nur durch den Felsen entlang, sondern geht auch quer durch die Bachbette. Die Begeher der Mauthner Klamm sollten allerdings nicht wasserscheu sein, denn der Weg führt teilweise durch knietiefes Wasser. Für Kinder aber auch für Erwachsene ist der Klabautersteig ein Riesenabenteuer und auch ein Mordsspaß. Geht man die gesamte Klamm aufwärts, kommt man beim Gasthof Ederwirt an der Plöckenstraße wieder heraus.

Natürlich werden auch durch die Mauthner Klamm geführte Wanderungen angeboten. Die Klamm ist von Frühling bis in den Herbst nur bei niederschlagsfreiem Wetter begehbar, nicht bei Hochwasser. Feste Schuhe sind eine Vorraussetzung für die Begehung. Ebenso sollte man sich erkundigen, ob der Klabautersteig auch begehbar ist, denn nach Unwettern und bei Bauarbeiten kann Lebensgefahr bestehen.

Der Ausgangspunkt für die Mauthner Klamm ist das Naturschwimmbad Waldbad Mauthen.
 

Gailtaler Almkäse

Bischofalm

Mitten in den Karnischen Alpen warten in den Sommermonaten zahlreiche Almen darauf, von Ihnen erwandert und entdeckt zu werden. Neben der Käseerzeugung von Gailtaler Almkäse dienen die Almen auch der Betreuung des Jungviehs. Die Produkte werden direkt auf der Alm zum Verkosten angeboten.

Sie haben sich getäuscht, wenn Sie glauben, ein Almausflug ist nichts für Sie und Ihre Familie. Ganz im Gegenteil. Abgesehen davon, dass Sie den Alm- und Viehalltag hautnah miterleben, sind die Almen die idealen Plätze für Spiel und Spaß.

ALM KÄSEREI BISCHOF
Würmlach 24
9640 Kötschach-Mauthen
Tel. +43 4715 319

Zollnersee Hütte

In der kleinen Ortschaft Weidenburg im Gemeindegebiet Kötschach-Mauthen gelangt man nach kurzer Anfahrt auf den Gratzhof. Von dort aus führt der Schotterweg, mit dem Auto problemlos befahrbar, direkt auf den Zollner. Vorbei an den ersten Almhütten gelangt man auf einen eingezäunten Parkplatz. Hier hat man die Möglichkeit sein Auto stehen zu lassen und die Gegend zu Fuß zu erkundigen.

 

Wenige Hundert Meter vom Parkplatz entfernt trifft man auf die Zollner-Friedenskapelle.

Neben der Friedenskapelle befindet sich die Zollnerseehütte. Der AV-Stützpunkt des Karnischen Höhenwegs wurde im Jahr 1976 errichtet. Heute bietet sie eine optimale Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit.
Wer zu Fuß zur Zollnersee Hütte wandern möchte kann von Nöbling aus durch den Nöblinggraben in ca. 4 ½ Stunden die Hütte erreichen. Startet man von Weidenburg durch den Kronhofgraben ist man in ca. 3 ½ Stunden am Ziel.

Von der Zollnerseehütte führt ein Spazierweg direkt zum Zollnersee. Inmitten von herrlichen Almblumen und grasenden Kühen ist nach weniger als einer halben Stunde der kleine Zollnersee zu erblicken. Wer allerdings einen Berg bezwingen möchte kann sich für den kleinen und hohen Trieb, den Monte Scanitz oder den Findenigkofel entscheiden.

Der Plöckenpass

Der Plöckenpass (italienisch Passo di Monte Croce Carnico) ist mit 1.357 m der Grenzübergang ins italienische Friaul. Westlich der Passhöhe liegt der Cellon (2.241 m), östlich der Kleine Pal (1.867 m). Beide Berge sind Teil des Freilichtmuseums am Plöckenpass, das die Befestigungsanlagen aus dem Gebirgskrieg 1915–1918 veranschaulicht.

 

Erschlossen wurde der Plöcken bereits vor über 2000 Jahren. Die Römer erbauten damals die sogenannte Via Iulia Augusta als direkte Verbindung von Aquiläa nach Norden. Im Mittelalter diente die Straße dem Handelsverkehr mit der Grafschaft Görz. Im Ersten Weltkrieg war der Plöcken Kriegsschauplatz der österreichisch-italienischen Front.

Heute sind der Plöcken, die umliegenden Berge und das Angerbachtal ein unglaublich schönes und kompaktes Erholungsgebiet für Wanderer und Kletterer. Vom Plöckenpass führt der Klettersteig "Senza Confini", der "Oberst Gressel Steig" und der "Cellon Stollen" gegen Westen. Im Osten befindet sich der Hauptteil des Freilichtmuseums mit den Stellungen rund um die "MG Nase", sowie den Bauten am Kleinen Pal und im Angerbachtal.

Geopark Karnische Alpen

Geologische Lehrpfade - 500 Millionen Jahre Erdgeschichte live

. . . Kellerwand, Hohe Warte und Seekopf, Polinik, Pal und Cellon lagen noch vor 365 Millionen Jahren im Meer und bildeten ein Korallenriff. Als sich das Devon-Meer zu schließen begann, wurden tausende Meter Gesteinsschichten voll mit Muscheln, Korallen und Seelilien emporgehoben. Sie bilden nun neben den Gailtaler Alpen die eindrucksvollen Berge der Karnischen Alpen, die Kötschach-Mauthen umrahmen.
 
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Die ältesten Gesteine und Fossilien der Karnischen Alpen sind aber rund 500 Millionen Jahre alt. Sie stammen aus der Zeit, als sich tierisches Leben explosionsartig zu entwickeln begann. Die Gesteine lassen daher fast in die Anfänge tierischen Lebens zurückblicken, und kein zweites Gebirge in den Alpen besitzt so viele steinerne Zeugnisse aus dieser Zeit. Darum sind die Karnischen Alpen eine wahre Pilgerstätte für Geologen aus aller Welt. Neben den Gailtaler Alpen sind sie Teil des GeoParks Karnische Alpen.

Diese 500 Millionen Jahre Erdgeschichte werden für Sie entlang von fünf verschiedenen Geotrails "begreifbar":

  • Wolayersee
  • Laas
  • Zollnersee
  • Naßfeld
  • Garnitzenklamm

Was möchtest du entdecken?