Einen Besuch wert...

Wer sich für historische Fakten interessiert für den gibt es in der Marktgemeinde Kötschach-Mauthen viel zu entdecken, man muss nur etwas Zeit und Geduld mitbringen und schon kann eine geschichtliche Entdeckungsreise beginnen.

 

     

 

Kötschachs schönes platzartiges Zentrum ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Direkt neben der Kirche "Gailtaler Dom". finden Sie ein ehem. Servitenkloster, welches jetzt als Pfarrhof genutzt wird. Die Fensterbemalung aus dem Jahr 1772 ist etwas ganz besonderes und die alte Linde vor der Kirche gilt als Naturdenkmal. Gegenüber der Kirche steht das ehemalige Pflegerhaus aus dem 16. Jahrhundert der Herrschaft Pittersberg. Die Wandgemälde und rechts daneben die alte "Porta" - Pforte stand ursprünglich an der Grenze zwischen der Herrschaft Pittersberg und Goldenstein an der alten Lesachtaler Straße (der "Zilischge Talstufe").

Ein weiterer geschichtlicher Zeuge ist der alte Römische Meilenstein, der anlässlich des Straßenbaues 1894 in Laas gefunden wurde und heute im kleinen Park oberhalb der Pfarrkirche zur Besichtung steht. Die Friedhofskapelle aus dem Jahre 1896 trägt den traurigen Namen "7 Schmerzen Mariens".

 

Wenn Sie schon auf dem Weg sind die Gegend zu erforschen, widmen Sie auch Mauthen einen kleinen Besuch, denn nicht nur die Kirche St. Markus, mit ihren romanischen und gotischen Bestandteilen ist erwähnenswert. Die Friedhofskapelle stammt aus dem 18. Jahrhundert. Die Wegkapelle in Richtung Würmlach finden Sie direkt vor dem Haus Nr. 48. Sie wurde von Johannes Nepomuk ebenfalls im 18. Jahrhundert entworfen. Auch die Kreuzwegstationen, die gemauerten Bildnischen entlang  des Weges zur Kirche Maria Schnee, sind eine Besichtigung wert. Mauthen war seit 1457 Marktrecht von Kaiser Friedrich III. Der Alte Markt an der Plöckenstaße (röm. Loncium), war umgeben von schönen Bürgerhäusern von Barock bis Klassizismus zB Titzen-Andrex-Haus südwestlich der Kirche. Auch der "Burgus" ist ein Highlight von Mauthen. Dies ist ein Rest eines spätantiken Wachturms an der Plöckenstraße östlich der Wallfahrtkirche Maria Schnee, welcher von der Straße aus gut erkennbar ist. Wer geschichtlich interessiert ist kann auch die zahlreichen Heldenfriedhöfe in und um Mauthen besichtigen.

 

Ein Stück von Laas entfernt findet man die verfallenen Ruine Pittersberg. Erbaut auf einem steilen Felsenkegel wurde sie 1252 erstmals urkundlich erwähnt. Die Ruine zeigt die Reste eines romanischen Bergfrieds, einer Zisterne und Zwingermauern. Gleich in der Nähe findet man das Blahhaus, welches die Reste einer Hochofenanlage zeigt. Neben diesen Sehenswürdigkeiten finden Sie in Laas auch einen Versteinerter Baum. Mit seinen ca. 200 Mio. Jahren ist dieser Baum eines der ältesten Naturdenkmäler Österreichs. Wie in vielen anderen Orten Österreichs wurde in früherer Zeit auch in Laas eine Mühle gebaut, diese können sie noch heute besichtigen.

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