Die Gurina

Seit dem 19. Jahrhundert ist die Gurina (nahe Dellach im Gailtal) als archäologische Fundstelle bekannt. Seit 2004 gibt es wieder umfangreiche archäologische Grabungen, deren Ergebnisse im Sommer 2006 in einer Sonderaustellung vorgestellt wurden.

Die Geschichte der Gurina beginnt im 9. Jh. v. Chr. mit einem Opferplatz, der bis in das 3. Jh. v. Chr. benutzt wird. Charakteristische Hinterlassenschaft dieser Opferhandlungen sind eine Unmenge von zerschlagenen Keramikgefäßen und eine Bronzestatuette, welche die Göttin Venus darstellt. Aus der Keltenzeit sind uns von der Gurina die berühmten Opferbleche mit den venetischen Inschriften bekannt, die in der Ausstellung ebenso gezeigt werden, wie die venetischen Steininschriften von der Misoria-Alm bei Würmlach.

In dieser Zeit des 2. und 1. Jhs. v. Chr. wurde die Gurina erstmals befestigt und zeigt sich so als keltischer Herrensitz. Nach der römischen Eroberung der Alpen wird die Gurina ab 16 v. Chr. als Bergbausiedlung ausgebaut und erneut mit einer massiven Befestigungsmauer umgeben. Der Bergbau und die Verhüttung von Eisenerz bilden für ca. 80 Jahre die wirtschaftliche Grundlage der Siedlung, in der innerhalb kürzester Zeit große Verwaltungsgebäude und Häuser entstehen.

Nach dem Niedergang dieser Wirtschaftsgrundlage besteht auf der Gurina nur der heilige Bezirk auf der so genannten Tempelkuppe weiter. Dort wird ein gallo-römischer Umgangstempel errichtet, der bis in das beginnende 5. Jh. n. Chr. besteht.





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