Urkundlich 1276 erstmals erwähnt, reicht St. Markus in Mauthen in der Anlage bis in die romanische Zeit. Ältester Baubestandteil ist der Turm. An der südl. Langwand mit einem künstlerisch wertvollen Freskenzyklus aus der späteren Gotik. Dargestellt sind Marientod, die Aufnahme in den Himmel, der Schmerzensmann und Handwerkzeug bzw. lanwirtschaftliches Gerät.

Die Geschichte des heiligen Markus
Markus ist der Schreiber des II. Evangeliums und Schüler des Apostels Petrus. Er begleitet Paulus mit Barnabas auf der ersten Reise. In Rom ist er mit Petrus zusammen, der ihn veranlasst, das Evangelium zu schreiben. Er schickt ihn zunächst nach Aquileia, anschließend nach Alexandria, um das Evangelium zu verkünden. Als Bischof von Alexandria überfallen ihn christenfeindlich gesinnte Einwohner am Altar und schleifen ihn mit einem Strick um den Hals zu Tode. Ein Unwetter hindert die Mörder, ihn zu verbrennen. Sein Leichnam bleibt unberührt liegen, bis Christen ihn bestatten können. Vermutlich erst im IX. Jahrhundert erfolgt die Überführung der Gebeine nach Venedig. Er wird schreibend am Pult dargestellt, sein Symbol ist der geflügelte Löwe.
Die Wahl des heiligen Markus zum Kirchenpatron von Mauthen weist wohl auf die räumliche Nähe zu diesen Orten und auf die Zugehörigkeit Mauthens zum alten Patriachat Aquileia hin.
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